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Buchempfehlung: Im Canyon

Ich möchte hier einmal wieder ein Buch empfehlen. Ich hab das Buch schon irgendwann 2008/2009 im Buchladen entdeckt und war von dem Teaser wirklich schwer beindruckt besser gesagt fasziniert. Irgendwie ist es dann doch im Geflecht des Alltags in Vergessenheit geraten bzw hab ich es einfach versäumt das Buch zu kaufen. Umso mehr freute ich mich als dann zu meinem Geburtstag am 10.6. auf dem Geschenketisch gelegen hat.

Im Canyon

Es geht um einen jungen Amerikaner, Aron Ralston, der sich in der Bewältigung von Bergbesteigungen und anderen Expeditionen gefunden hat. Dabei setzt sich Aron zum Teil recht spektakuläre Ziel die er jedoch alleine erreichen möchte. Zum Beispiel als erster alle 59 Berge in den Vereinigten Staaten zu erklimmen die höher als viertausend Meter sind. Jeweils alleine wohlgemerkt! Das ist jedoch nicht die Hauptgeschichte. Bei Im Canyon* geht es darum das Aron, im Rahmen einer Wanderung durch den Blue John Canyon in Colorado, mit seiner rechten Hand zwischen einem Felsblock und einer Schluchtwand eingeklemmt wird. Dummerweise hat Aron keinem auch nur irgendwie einen Tip gegeben was er vor hat und wo  er unterwegs ist. Die Stunden verstreichen und Aron macht sich mit jedem verstrichenen Tag mehr Gedanken um sein Überleben. Seine Ausrüstung entspricht der einer Tageswanderung mit ein bißchen Wasser und wenigen essbaren Lebensmitteln. Diese Ausrüstung wird durch Kletterequipment ergänzt da die geplante Wanderstrecke auch eine Abseilstelle beinhaltet.

Genie oder Wahnsinniger?

Nach einigen der Anekdoten die Aron erzählt, da sie ihm durch den Kopf gegangen sind, während er in der engen Schlucht eingeklemmt ist kam mir ein bißchen der Eindruck auf das er ein Chaot ist der sich durch viel Glück oder die Umsicht anderer immer wieder aus Zwangslagen befreien konnte ohne wirklichen Schaden zu nehmen. Bei genauer Betrachtung der beschriebenen Exkursionen wird aber auch klar, das sich Aron immer im Bereich des machbaren bewegt und das Risiko durch wachsende Erfahrung und Routine einschätzen und abwegen kann. Ein Unsicherheitsfaktor ist zwar dadurch gegeben das er sehr sehr oft alleine unterwegs ist, aber jeder der sich in der Natur bewegt weiß das es immer wieder zu Ereignissen kommen kann die einfach nicht zu planen oder abzuwägen sind. Und wer nichts macht, macht trotzdem Fehler.

Da Aron selber in einem SAR Team der Bergrettung ehrenamtlich tätig ist, kennt er auch die Prozesse und Zeitabläufe die zum Tragen kommen wenn es um die Suche vermisster Personen geht. Nach seiner eigenen, faktisch belegbaren, Einschätzung ist an eine koordinierte Fremdrettung nicht zu denken. Es könnten zwar zufällig ein paar Wanderer das gleiche Areal betreten aber darauf zu warten ist mehr als abwegig. Und so ist Aron Stunde um Stunde gefangen. Er registriert den einsetzenden körperlichen Verfall, ausgelößt durch Dehydrierung, Hunger, mangelnde Bewegung und durch die Zwangslage fehlender körperlicher Schlaf. Eigene Rettungsversuche mit Hilfe seines Kletterequipments schlagen fehl und Aron verzweifelt immer mehr und fürchtet sich vor den kalten Nächten. Der Flüssigkeitsverlust, der ihn dazu bringt seinen eigenen Urin zu trinken, und der Schlafmangel führen dazu das nach einigen Tagen heftige Phantasien, Visionen und Selbstmordszenarien an ihm rütteln. Die Entscheidung sich selber zu verstümmeln erweist sich als quasi nicht durchführbar weil ihm das nötige Equipment fehlt eine vollständige Amputation seiner eingeklemmten Hand durchzuführen.

An dieser Stelle höre ich auf das Buch zu spoilern und alles zu verraten. Geht los und holt euch das Buch, sei es in der Leihbücherei oder über den folgenden Link zu Amazon* oder wie auch immer. Das Buch ist krass zeigt aber auch auf zu was der menschliche Verstand zu leisten bereit ist.

Fazit

Kaufen!

Update

Seit kurzer Zeit ist auch der Film* erhältlich der die ganze Story für die Lesemuffel bereit hält. Der Titel heißt hier „127 Stunden“ und wird anhand der guten Kritiken ebenfalls einen Blick wert sein.

*Adsense Link

 

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