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TomTom Bandit

Testkandidat Action Cam TomTom Bandit

TomTom Bandit im Test

Das TomTom hohe Qualitätsansprüche inne hat, weiss jeder der schon einmal mit einem Navigationsgerät oder den TomTom Sportuhren Kontakt hatte. Unter dem Slogan „Shake to Edit“ geht es nun als in den Markt der Action Cams. Das bei der TomTom Action Cam Bandit vieles anders ist zeigt schon die erste, äußerliche Betrachtung, ist die Bandit doch mit einem eher länglichem und runden Formfaktor versehen.
Ein Kollege nannte sie spontan „kleines U-Boot“, sieht sie doch wirklich aus wie die Tauchroboter aus Forschungsmagazinen. Genau wie diese fühlt sich auch die Bandit im Wasser wohl und ist bis 50m wasserdicht.

Cleveres Bedienkonzept

Auch in Sachen Bedienung lassen die Holländer nichts anbrennen. Oben auf der Kamera thront ein kleines (22 x 25 mm) Display welches verschiedene Einstellungen anzeigt. Das hierfür verwendete Menü ist ähnlich wie bei den Sportuhren konzipiert und intuitiv zu bedienen. Insgesamt stehen hier 6 Sprachen zur Verfügung.

Der vorhandene Joystick wird zur Auswahl von Einstellungen und Modus (Standardfilmmodus, Slow Motion, Time Laps und Cinematic) benutzt. Ist der gewünschte Modus ausgewählt, kann dieser weiter angepasst werden. Zur Auswahl stehen hier die Auflösung sowie Weit- oder Normalwinkel. Zusätzlich zeigt das Display den Batteriestatus, die Stärke des GPS-Signal sowie den Restspeicher an.

Ganze zwei Schalter besitzt die TomTom Bandit. Der Schalter auf der Rückseite schaltet die Bandit ein, während der Ausschalter oben auf der Kamera zu finden ist. Fehlbedienung unmöglich! Neben dem Anschalten der Kamera besitzt der rückseitige Button noch die Funktion während der Aufnahme Markierungen zu setzen. Dazu gleich mehr.

Komplett Kabellos

Mega aufgeräumt besteht die Bandit nur aus zwei Teilen. Dem Gehäuse, welches das Display beherbergt, und dem Batterystick. Letzterer hat eine Kapazität von 1.900 mAh und wird mittels USB 3.0 entweder an einem Netzteil oder dem Laptop aufgeladen wobei der Formfaktor auch die Nutzung von Ultraflachen Laptops ermöglicht. Wird der Stick am Laptop eingesteckt erfolgt auch unmittelbar die Übertragung des Videomaterials.
Aber der Stick verbirgt noch viel mehr. Zum einen den Schacht einer Micro-SD und weiterhin eines Bluetooth Moduls. Damit kann die Kamera entweder per Fernbedienung bedient werden oder aber mit einer Pulsuhr kommunizieren und deren Messwerte mit aufzeichnen.

Kamera läuft

Wird die Bandit in den Standardeinstellungen verwendet nimmt sie Footage mit 1080 px/30 oder 1080 px/60 auf. Weiterhin kann Slow-Motion oder Time Laps genutzt werden. Wie oben bereits erwähnt stehen ein Normal- und Weitwinkelmodus zur Verfügung. Werden Einzelbilder mit der Bandit geschossen werden diese mit 16 Megapixel abgebildet. Geht es um eine Serienbild Aufnahme halbiert sich die Dichte der Pixel auf 8 Megapixel. Schön wäre es wenn TomTom hier mehr Einstellungsmöglichkeiten zur Steigerung der Fotoqualität anbieten würde.

Bestes Feature – Der integrierte Medien-Server

Mit diesem Feature schiessen die Entwickler von TomTom den berühmten Vogel ab, ist doch die Bandit die erste Action Cam die selbigen inne hat. Der Riesenvorteil dadurch ist, dass das Material weder zum Ansehen noch zum Bearbeiten auf PC oder Laptop geladen werden muss. Per WiFi wird die Kamera mit dem Smartphone (iPhone oder Android) verbunden um im Anschluß die Clips auf selbigem betrachten zu können. Die weiteren Vorteile liegen so quasi in der gleichen Hand die das Smartphone hält 😉

  • das langwierige Kopieren auf Laptop/PC entfällt
  • schnellerer Check ob das Footage wie gewünscht ausfällt
  • es werden mehr Sequenzen genutzt
  • es kann direkt vom Smartphone geteilt werden

Mobiles Filmstudio

Durch die für iPhone und Android Smartphones erhältlichen Apps wird euer Handy zum multifunktionellen Filmstudio inklusive Schneideraum. Die auf der Bandit gespeicherten Clips können entweder manuell oder automatisch zusammengestellt werden.

Automatische Zusammenstellung

Bereits während ihr mit der Bandit unterwegs seit und eure Actionszenen filmt, markiert die Kamera besondere Momente. Diese werden durch Messungen der GPS- und Bewegungssensoren während der Aufnahme erkannt. Veränderungen der Höhenmeter, schnelle Rotationen oder der schnelle Geschwindigkeitsanstieg bzw. Verzögerungen sind einige der auslösenden Szenarien. Parallel können aber auch durch den Knopf auf der Rückseite der Bandit Markierungen gesetzt werden. Neben dem Button können auch per optionaler Fernbedienung oder via App Markierungen gesetzt werden.

Auch hier macht sich die zeitliche Ersparnis schnell bemerkbar, müssen doch nicht stundenlange Sichtungen des Materials durchgeführt werden. Sind die Szenen gedreht, kann in der Library komfortabel zwischen den Highlights hin- und hergeschaltet werden. Standardmäßig sind diese 6 Sekunden lang, können jedoch zusätzlich gekürzt oder verlängert werden.

Manuelle Bearbeitung

Es gibt keine Beschränkungen, wieviele Aufnahmen miteinander kombiniert werden um den ultimativen Aktionsport Film zu erstellen. Dabei lässt sich pro einzelnem Clip der aufgenommene Ton ausblenden oder mittels Musik hinterlegen. Dabei greift die App auf das im Smartphone abgelegte Musikrepertoire zurück.
Weitere Goodies, um die Filme noch aussagekräftiger zu machen, sind die sogenannten Overlays. Diese bieten die Möglichkeit zwei Displayanzeigen, was für G-Kräfte oder Geschwindigkeiten bei der Aufnahme aufgetreten sind, in den Film einzublenden. Cooles Gimmick! Laut TomTom soll das Angebot dieser sogenannten Overlays noch erweitert werden.

Geschüttelt bitte

Billy, die amerikanische Bergziege (Mountain Goat) und Maskottchen der Bandit Kampagne, zeigt wie es gehen kann. Den ganzen Tag über coole Stunts machen und per „Smartphone Shake“ einen schicken Film editieren. Shake to edit! Fast zu schön um wahr zu sein. Allerdings werden durch diese revolutionäre Bearbeitungsfunktion natürlich nur per Zufall ausgewählte Clips in eine Reihenfolge gebracht. Das kann gut passen und als Inspiration dienen, es kann aber auch nötig sein diesen ersten Vorschlag zu löschen und die Clips manuell zu montieren.
Wichtig zu wissen, beim „Shake to Edit“ greift die jeweilige App bevorzugt auf die letzteren Aufnahmen zurück. Habt ihr zu Beginn den Mörderstunt gefilmt, muss dieser händisch eingefügt werden was aber auch keine Raketenwissenschaft ist.
Gute Dienste leistet die Schüttelei trotzdem, soll eine gewisse Gliederung mittels der verschiedenen Clips erstellt werden. Diese lässt sich im Anschluß dann easypeasy erweitern und verfeinern.

Sharen, Teilen, Zeigen

Seid ihr mit eurem Action Movie zufrieden, steht nichts im Wege diesen der Welt zu zeigen. Die TomTom Bandit listet dafür die gängigsten Social Media Plattformen auf und ihr könnt den Film dort hochladen. Je nach Länge solltet ihr natürlich auf eine Top-Netzabdeckung achten und am besten über eine Datenflatrate verfügen.

Tipp:

Das Hochladen in einem 3G Netzwerk (D1) dauert ungefähr doppelt so lange wie der Film lang ist.

Mein Fazit

Die TomTom Bandit macht viel mehr richtig als es dem Mitbewerber recht sein könnte. Viele Features grenzen die TomTom Action Cam positiv ab. Gerade wer nicht lange Material auf das Laptop schaufeln und dort auswählen möchte wird mit der Bandit sehr zufrieden sein.
Ein paar Kleinigkeiten sollte TomTom noch verbessern. Da wären gewünscht, manuelle Settings für den Fotomodus, das Außenmikrofon abzuschalten und die Geschwindigkeit von Aufnahmen nachträglich ändern zu können.
Wenn dann noch das angepriesene Zubehör lieferbar wäre würde der Einsatz der Action Cam immer vollkommener werden.

Technische Daten der TomTom Bandit

Verstecken muss sich die Bandit auch in Sachen ihrer Technischen Daten absolut nicht.

  • Videoaufnahmen mit 1080p 30, 1080p 60, 720p 60, 720p 120
  • Film auf 2.7k 30, 4k 15
  • Zeitrafferaufnahmen (Time Laps) mit 4k 30, 1080p 30 (verschiedene Aufnahmeintervalle)
  • Zeitlupenaufnahmen (Slot-Motion) mit 1080p x2, 720p x4, WVGA x6
  • Einzel- oder Serienaufnahmen in bis zu 16MP bei 10/s
  • Integriertes Mikrofon, externes Mikrofon über optionales Kabel möglich
  • WLAN, Bluetooth Smart und USB 3.0
  • Kabelloser Einsatz dank Battery Stick und Micro-SD Kartenleser
  • Apps für iOS und Android
  • Display 22 x 25 mm/0,87 x 1 Zoll
  • Gewicht 190 g
  • Abmessungen 94 x 38 x 52 mm/3,7 x 1,5 x 2,0 Zoll
  • Wasserfestigkeit:
    • IPX7: Spritzwassergeschützte Linsenabdeckung;
    • IPX8 (5 ATM/ 50 m/164 Fuß): Optionale wasserdichte Linsenabdeckung
  • Akkulaufzeit: bis zu 3 Stunden bei 1080p30

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